Leseförderung im Dschungel mit dem Drachen Kokosnuss.

Die Studierenden meines Seminars „Leseanimation für Jungen“ gestalten unter meiner Anleitung Workshops und Projekttage jeweils rund um ein Buch und ein Thema. Diese Gruppe hat sich besonders ins Zeug gelegt und gezeigt, wie man alle Sinne einsetzt, um Lesen spannend zu machen.
Die Basis war das Buch „Der kleine Drache Kokosnuss und der Schatz im Dschungel“ von Ingo Siegner. Die komplette Dokumentation mit Fotos findet sich hier:  Workshop Der kleine Drache Kokosnuss. Das Seminar ist ein Teil des Lehrprojekts „boys & books“ (weitere Workshops unter diesem Link) am Lehrstuhl von Prof. Dr. Christine Garbe, Institut für Sprache und Literatur II der Uni Köln.

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NRW-Ministerin Löhrmann übernimmt Schirmherrschaft für kicken&lesen Köln

frank maria reifenberg | erzählt geschichten

Sylvia Löhrmann, die Schulministerin des Landes NRW übernimmt die Schirmherrschaft für kicken&lesen Köln. „Lesekompetenz ist eine entscheidende Schlüsselqualifikation für eine erfolgreiche Bildungsbiographie“, so Löhrmann. „Durch das Lesen erschließen wir uns in unseren Köpfen die Bedeutung von Worten und Sinnzusammenhängen. Fußball und Lesen ist eine ideale Kombination, die gerade Jungen motivieren kann. Es ist zu jeder Zeit wichtig, dass wir junge Menschen für das Lesen begeistern, dabei bilden, wie bei kicken&lesen Köln, Bewegung und Lernen immer ein gutes Team.“
Der Initiator und künstlerische Leiter von kicken&lesen Köln, Frank Maria Reifenberg, der das Projekt gerade mit Ursula Schröter von der SK Stiftung Kultur in den dritten Jahrgang führt, begrüßt die Unterstützung durch die Landesschulministerin. Denn die komplett privat finanzierte Maßnahme an jeweils acht Kölner Schulen braucht auf Dauer natürlich auch ein bisschen Schub aus dem politischen Raum: „Willkommen im Team, Frau Löhrmann!“

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Nachschub für Leseratten: Mamas Tagebuch – Von Männern umzingelt

Mal so richtig aus dem Leben. Hauptsache furzen, rülpsen, stinken! Superjungs hat Mutti … 🙂

Muttis Nähkästchen

Mein 9-jähriger Sohn verschlingt momentan mit Hingabe Gregs Tagebuch – gleich sechs Teile habe ich besorgt, damit wir die Semesterferien gut rumkriegen. Der erste Teil heißt bezeichnenderweise „Von Idioten umzingelt“. Und das brachte den 6-jährigen Bruder auf eine bahnbrechende Idee.
Und mich bringt der Lesehunger in eine Nachschub-Problematik:

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Literaturschatzheber gesucht – Gastbeitrag von Barbara Zoschke

Ein Projekt in NRW, das Unterstützung braucht. Und eine Möglichkeit, mich auf diesem Weg ziemlich günstig für eine Lesung zu bekommen … 🙂

schreibkraftfmr

Im Dorstfelder Schulte-Witten Haus schlummert ein großer literarischer Schatz. Mehr als 10.000 Medien warten darauf, aus Kisten und Kartons den Weg in die Regale der ersten Präsenzbibliothek für Kinder- und Jugendliteratur zu finden. Wenn alles nach Plan läuft, kann die Bibliothek Anfang Oktober eröffnet werden. Um dies zu verwirklichen, braucht das JUGENDSTIL – Kinder- und Jugendliteraturzentrum NRW Unterstützung. Der Förderverein des Zentrums hat ein Crowdfunding-Projekt gestartet, um 5000 Euro zu sammeln. Die Autorin und Initiatorin Barbara Zoschke  stellt das Projekt in diesem Gastbeitrag vor:

Als uns der Kölner Literatur-Professor Winfried Kaminski vor zwei Jahren seine gesamte Bibliothek überließ, waren wir komplett aus dem Häuschen. Die über 30 Jahre alte Sammlung von Primär- und Sekundärliteratur aus dem Kinder- und Jugendbereich ist ein wahrer Fundus von unschätzbarem Wert für alle Studierenden, für alle großen und kleinen Literaturinteressierten, die sich beruflich oder privat mit Büchern beschäftigen. Und sofort war klar: Wir brauchen endlich eine…

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Neue Action-Reihe: 60 Sekunden entscheiden über dein Leben

frank maria reifenberg | erzählt geschichten

„60 Sekunden entscheiden über dein Leben“ – jedenfalls in der neuen Ravensburger Reihe speziell für Jungen. Der Autor Frank Maria Reifenberg, selbst aktiv in der Leseförderung für Jungen, kombiniert darin actionreiche Stories mit spannenden Fakten. Aktuell erscheinen die ersten beiden Bände „Der Schrecken der Tiefsee“ und „Das Geheimnis der Teufelsschlucht“. Frank Maria Reifenberg hat diese Reihe speziell für Jungen entwickelt. Er kombiniert spannende Geschichten mit erklärenden Fakten, die sich direkt auf die Handlung beziehen. Die kleinen Textboxen sind grafisch geschickt in die Gesamtgestaltung eingebunden. Durch Daniel Ernles Illustrationen im Comic-Stil, stimmig ergänzt durch Fotos, entstehen Bücher, die man nicht nur gern liest, sondern auch gern anschaut. Alle Infos zum Download hier.

Pointer Bay, 10 Meter unter dem Meeresspiegel: Ein Weißspitzenriffhai schwimmt direkt auf Randy zu. Jetzt bloß keine falsche Bewegung! Randy bleiben 60 Sekunden, um sein Leben zu retten …

60Sekunden - Der Schrecken der Tiefsee

Ein Junge, der Umweltsündern und Haijägern auf die Schliche kommt…

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Fish out of water – neue Buchtipps für Jungen im Eselsohr

Der Fisch auf dem Trockenen ist eine Metapher aus dem filmischen Erzählen: Schubs die Hauptfigur in eine neue, ungewohnte, ganz und gar fremde Umwelt und schau zu, was sie tut. Das kann lustig sein. Oder schrecklich. Oder traurig.
4 Bücher, 4 Jungen – die neuen Buchtipps für Jungen im aktuellen Eselsohr.  Mit vielen weiteren Beiträgen, wenn man sich für ein Abo entscheidet. Ich empfehle es sehr. Hier zum Download als pdf, wenn die vier Tipps ausreichen: 4 Bücher 4 Jungen Eselsohrs April 2014

Eselsohr 4/14

Anpfiff für „kicken&lesen Köln“

frank maria reifenberg | erzählt geschichten

Für Fußball begeistern sich viele Jungen, für das Lesen aber nicht. Zwischen dem achten und zwölften Lebensjahr bricht das Interesse am Lesen bei vielen Jungen ein. Im Vergleich zu Mädchen liegen sie bei der Lesefertigkeit oft ein ganzes Schuljahr zurück. Im Projekt „kicken&lesen Köln“ der SK Stiftung Kultur in Zusammenarbeit mit der Stiftung 1. FC Köln entdecken ab dem neuen Schuljahr Jungen der fünften Klassen, dass auch Lesen Spaß macht – fast so viel wie Fußball.

Im neuen Schuljahr trainieren die Gruppen einmal wöchentlich im Unterricht oder in AGs sowohl das neugierige, genussvolle Lesen als auch das Fußballspielen. In beiden Disziplinen treten sie als Teams gegeneinander an und sammeln Punkte. Höhepunkte sind dabei ein Trainingstag beim 1. FC Köln, das abschließende Fußball-Turnier und ein öffentlicher Book Slam, bei dem die Jungen auf kreative Art ihre Lieblingsbücher vorstellen. Das Gewinner-Team wird vor einem Heimspiel des 1. FC Köln im RheinEnergieStadion mit…

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Bücher müssen runter vom hohen Sockel

Jungen lesen anders und anderes. Und oft lesen sie gar nicht. Das hat Gründe. Ein Beitrag von Frank Maria Reifenberg zum Leseverhalten von Jungen und darüber, was wir tun können, um ihnen mehr und lustvolleren Zugang zu Büchern zu verschaffen. Den kompletten Artikel aus dem Kilifü-Almanach mit Buchtipps und weiteren Informationen können Sie hier downloaden: Bücher müssen runter vom hohen Sockel als PDF.

»Wir wollen das Thema jetzt nicht überbetonen und Sie in eine bestimmte Ecke schieben«, tickte der Reporter des Kölner Stadtanzeigers im Gespräch mit dem Fußballprofi Andreas Beck ein offensichtlich heikles Thema an. »Manche Fußballer haben da ein komisches Image bekommen, aber es ist bekannt…«, Achtung, jetzt kommt es, »… dass Sie sehr viel lesen.«

(c) iStock

Uff. Da war es heraus. Nicht Lack oder Leder sind die schrecklichen Leidenschaften des damaligen Nationalspielers, sondern Lesen. Andreas Beck steht auf Bücher – übrigens dicke und schwierige Bücher, Dostojewski gehört auch dazu. Ob er weiß, welch großen Gefallen er vielen Jungs täte, wenn seine Lust am Lesen nicht als »heikles Thema« quasi unter der Ladentheke gehandelt werden müsste?

Über 50% der Jungen lesen nur, wenn sie müssen…

Lesen hat bei vielen Jungen spätestens ab der fünften Klasse kein gutes Image. Gerade in diesem Alter bedeutet Image viel, manchmal alles. Bin ich ein cooler Typ oder bleibe ich im Sportunterricht beim Wählen der Fußballmannschaft immer als letzter übrig? Zocke ich die richtigen Games, stimmen die Sneaker und das Smartphone? Im Ranking der Statussymbole kommt das Buch nicht vor.
Sogar Jungs, die in der Grundschule noch begeisterte Leser waren, verlieren – manchmal fast von heute auf morgen – die Lust am Lesen. Das führte in den PISA-Studien dazu, dass Jungen zu Beginn der Pubertät gegenüber gleichaltrigen Mädchen oft ein ganzes Schuljahr zurückhängen, über die Hälfte der Jungen lesen nur, wenn sie müssen.

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„Neugier genügt“ – WDR 5 Redezeit zum Thema „Jungen & Lesen“

frank maria reifenberg | erzählt geschichten

WDR 5 Redezeit, Samstag 12. 01. ab 11:05 Uhr: Jungen suchen starke Helden. Die finden sie in vielen Computerspielen, aber selten in Jugendbüchern: Das „gute“ Jugendbuch, das Eltern und Lehrer wegen seiner pädagogischen oder literarischen Qualitäten vielleicht beglückt, geht an den Interessen und Bedürfnissen der meisten Jugendlichen vorbei – Frank Maria Reifenberg spricht mit Achim Schmitz-Forte über Leseförderung für Jungen.

Wer es verpasst hat, kann diesem Link folgen und nachhören.

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Leseförderung emotional aufladen

 „Das Schulsystem operiert mit Lehrmethoden, die aus grauer Vorzeit stammen und Erkenntnisse aus der Hirnforschung nicht berücksichtigen, kritisiert der Hirnforscher Gerald Hüther. Die Annahme, dass es mehr oder weniger Begabte gebe, sei wissenschaftlich nicht zu halten.“

schreibt heute buchreport.de im Artikel Leseförderung braucht Funkensprüher. Ein paar schlicht klingende Antworten des Wissenschaftlers zu dem Thema, die ich aus meiner Praxis in der Leseförderung für Jungen nur doppelt und dick unterstreichen kann.

Gerade Jungen hängen hier besonders zurück, aber in meinen Workshops „Bücherjungen – Jungenbücher“ und „Und Schuss! Und Tor! – Kicken & Lesen“ erlebe ich immer wieder, wie Jungs (insgesamt, aber auch die aus bildungsferneren Familien, mit und ohne Migrationshintergrund!) darauf anspringen, wenn Bücher und die Beschäftigung mit Büchern durch Emotionen und  Spannung aufgeladen werden. Ich bin schon oft  von Lehrern und Bibliothekaren gefragt worden, was der Trick in den Workshops sei, wo ihre Jungen plötzlich wild und begeistert mitmachen, mitlesen, sich im Book-Walk fast um die Bücher reißen. Sie erkennen ihre Schüler oft nicht wieder. „Es gibt keinen Trick“, sage ich dann, „vielleicht spüren sie die Begeisterung bei mir.“  Den Satz von Gerald Hüter werde ich mir nun merken (und benutzen, Verzeihung Herr Hüther):

„Ganz einfach: Indem man selbst von Büchern begeistert ist und den Funken der Begeisterung auf das Kind überspringen lässt. Begeisterung ist ein Gefühl. Das heißt, wenn wir wollen, dass Kinder etwas lernen bzw. eine neue Verschaltung im Gehirn aufbauen, müssen wir dieses Gefühl wecken. Wir müssen das, was wir uns wünschen, emotional aufladen.“

In „Bücherjungen – Jungenbücher“ macht natürlich eine Menge aus, dass ich auch einen etwas respektlosen Umgang mit den Büchern  zelebriere, das Buch (und auch mich, den vorher bedeutungsschwer angekündigten Schrrrriiiftsteller!“) vom Sockel hole und beweise, dass Lesen etwas mit Handstandmachen und Armdrücken zu tun haben kann – ganz praktisch. Ein absoluter Erfolgsgarant ist das Bücher-Voting, die Möglichkeit mitzubestimmen. Nach dem Kennenlernen der Bücher bekommt jeder drei Klebepunkte, die er frei vergeben darf. Da sieht man am Ende sehr deutlich, wer toppt und wer floppt.